24Jul 2017

Dresden – Das ist mal ein Job mit Ausblick: Michael Radomski (43) betreibt eine Firma für UKW-Sendenetze, verschickt Radiosignale ins Land. In Dresden hängen seine Antennen für Radio PSR und R.SA ausgerechnet hoch oben auf dem sonst verschlossenen Fernsehturm. Bei dem Panorama überprüft der Chef gern auch mal selbst die UKW-Technik.

Neben den Antennen steckt die wertvollste Technik in den Katakomben des Fernsehturms. Ein mannshoher Steuerungskasten, vollgepackt mit Sensoren. Hier kommt das Programm der Sender per Kabel an. „Die Technik verstärkt das Signal auf bis zu 10.000 Watt, geht auf die Antenne am Masten, wird erneut verstärkt und landet dann bei den Hörern“, erklärt Radomski.

Die Firma Uplink Network GmbH gründete er 2013 in Düsseldorf. Als 2016 das Monopol für die UKW-Übertragung endete, ging er in den Markt. „Die Sender profitieren von deutlich günstigeren Preisen, die sie wiederum in die Inhalte stecken können“, so der Uplink-Chef. Das bestätigt Friedrich A. Menze (60), Geschäftsführer bei Radio PSR und R.SA. Er lobt die moderne Technik des Unternehmens.

Gegen ein Risiko hilft jedoch die beste Technik nicht: Blitzeinschläge im Fernsehturm verursachen Kriechströme. Sie können bis in die Katakomben des Turms schleichen. „Ein Totalausfall ist sehr selten“, sagt Radomski, dessen 20 Mitarbeiter per Ferndiagnose und in Echtzeit auf die Sendetechnik zugreifen.

Im Notfall steht ein Techniker schnell am Fuße des Fernsehturms. Und wenn das Wetter mitspielt, schaut der Uplink-Chef auch gerne selbst nach den Antennen in über 150 Meter Höhe und genießt das Panorama: „Der Dresdner Fernsehturm bietet wirklich einen wunderbaren Ausblick.“,,,,

Quelle: www.tag24.de